Nachtleben

Clubsterben, Anwohner*innenproteste, Sperrzeit – quo vadis Stuttgarter Nachtleben?

Den letzten großen Aufschrei gab es im November 2018: Die Clubs Dilayla, Bar Romantica und das White Noise sollten sich nach Anwohner*innenprotesten plötzlich wieder an Sperrzeiten halten müssen. Dies wurde erst durch ein Gericht gekippt. Allerdings werden grundsätzliche Fragen aufgeworfen: Wie verhalten sich Wohnen und Feiern im Zentrum der Stadt? Trägt nicht ein gewisses Eigenrisiko, wer in die Nähe eines Clubs zieht? Soll etwa in der Innenstadt nur noch gewohnt und nicht mehr gefeiert werden?

Stuttgart ist Landeshauptstadt!

Man sollte sich dabei immer wieder bewusst machen, dass Stuttgart die Landeshauptstadt und das Zentrum einer großen Region ist – und somit viele Nachtschwärmer*innen anzieht. Deshalb gilt es die Clubszene zu verteidigen und zu unterstützen – sei es, indem die Stadt mit runden Tischen den Frieden zwischen Anwohner*innen und Clubs fördert oder auch indem die Stadt den Clubs an anderer Stelle entgegenkommt, wie 2014 bei der Reform der Stellplatzablöse geschehen.

Als Stadt handeln

Die Stadt hat großen Einfluss was das Nachtleben betrifft: Egal, ob Sperrzeit, bauliche Anforderungen oder Erreichbarkeit – überall ist die Stadt die entscheidende Instanz. Insbesondere was den nächtlichen Nahverkehr betrifft, könnte allerdings noch mehr gehen: So wäre es mit Sicherheit für viele Nachtschwärmer*innen attraktiv, würden einige der innerstädtischen U-Bahn-Linien analog zu den S-Bahnen am Wochenende auch nachts zumindest einmal stündlich verkehren!

 

Auf einen Blick:

  • Clubs & Bars bei Sperrzeiten, Stellplätzen, Baugenehmigungen etc. entgegenkommen
  • Zwischen Anwohner*innen und Nachtleben aktiv vermitteln und Streit vorbeugen
  • durch nächtlichen U-Bahn-Verkehr das Nach-Hause-Kommen vereinfachen