Integration

Seit 2010 wächst die Einwohnerzahl der Stadt Stuttgart kontinuierlich an. Mit dem Beginn der europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise wanderten verstärkt Arbeitsmigranten aus Ost- und Südeuropa ein. Im Jahre 2015 wanderten noch dazu viele geflüchtete Personen, mehrheitlich aus Syrien, dem Irak und Afghanistan zusätzlich nach Stuttgart ein. Neben dieser steigenden Zuwanderung muss sich die Integrationspolitik in Stuttgart auch mit den verschiedenen Bedürfnissen und Anforderungen der zugezogenen Gruppen befassen und die kulturelle Vielfalt der Stadt bei der Umsetzung von Integrationsprojekten berücksichtigen

Integration als langfristige Aufgabe!

Eine erfolgreiche Integration beschäftigt sich nicht nur mit der Gleichstellung in der Gesellschaft, sondern auch mit der langfristigen Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Dabei muss die Integration auch die Bedürfnisse und Anforderungen der nachfolgenden Generation in ihre Arbeit einbeziehen. Dadurch lässt sich ein gesellschaftliches Gefüge aufbauen, in dem sich alle Bürger in Stuttgart als gleichberechtigt und chancengleich ansehen.

Gleichmäßige Verteilung in den Stadtbezirken!

Durch eine gleichmäßige Verteilung von Zuwanderern in die Stadtbezirke wird die Integration gefördert und der interkulturelle Austausch untereinander gestärkt. Dabei steht neben der Verteilung in temporäre Unterkünfte besonders die Bereitstellung von günstigem Wohnraum im gesamten Stadtgebiet im Vordergrund. Damit lässt sich das Entstehen von „Problemvierteln“ verhindern und Parallelgesellschaften können sich nicht etablieren. Des Weiteren sollen neben Wohnraum vermehrt Freiräume erhalten und neu geschaffen werden, um den interkulturellen Austausch weiter zu fördern, wie bspw. bei der Flüchtlingsunterkunft in der Breitscheidstraße.

Integration in den Arbeitsmarkt über Weiterbildungsmaßnahmen!

Der Stuttgarter Weg geflüchtete Personen zu integrieren und zu unterstützen, ist im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten bereits weitgehend strukturell verankert und Integrationsmaßnahmen werden erfolgreich umgesetzt. Wir begrüßen die Strategie der Integration in den Arbeitsmarkt über Weiterbildungsmaßnahmen, gerade in Bereichen, in denen Fachkräfte gesucht werden wie es derzeit bspw. im öffentlichen Personen-Nahverkehr gehandhabt wird. Derartige Maßnahmen werden wir auch in anderen Bereichen umsetzen, um damit unter anderem dem Notstand in sozialen Berufen entgegenzuwirken.

Auf einen Blick:

  • Integration generationsübergreifend gestalten
  • Stärkung des interkulturellen Austausches
  • Integration in den Arbeitsmarkt über Weiterbildungsmaßnahmen